kleinstadtpisser
  die schöne schlimme Sache
 

Geh jetzt
Warum stehst du jetzt da
Und drückst dir die Tränen aus den Augen
Und spielst das Opfer,
zu dem du mich gemacht hast?

Warum erniedrigst du dich auf einmal so?

Warum bettelst du plötzlich
Und schreist, dass ich dir wichtig bin,
dass du mich liebst
Und dass dir alles so leid tut?

Weil du merkst, dass ich dich nicht mehr will?
Weil nun wirklich alles zerstört ist
Und ich nicht mehr springe?
Weil da eine andere ist? Oder…
Oder sein könnte?

Pack deine Plastiknarben ein
Und sieh zu,
Dass du Land gewinnst,
Ich kann dich nicht mehr sehen!

Was soll das Gefletsche, hä?
Wie lange dachtest du,
Mich so an der Nase herumführen zu können?
Du bist nur eine Frau wie viele
Und ja,
Ich HABE dich GELIEBT!

Aber Baby, das ist lange her
Und nichts bleibt, wie es war.
Und du hast streng dafür gesorgt,
Dass es schnell zu Ende ging!


So ohne dich

Wo auch immer dein Leib blutet…

Leckend bin ich hinter dir

Es dürstet mich nach deinem Ist

Und kein Ich kann mich befriedigen

 Es fletscht das Tier in mir die Zähne

Wenn einmal du verloren gehst

Und peitscht durch gottlose Nächte,

Und flucht sich durch Himmel

Und betet sich durch Höllen

Und predigt sich über Schlachtfelder

Und stirbt doch bald

            So ohne dich



König?

 

Ich tanze mich in Flaschenwelten

Und rausche durch geschaffnes Ich

Es überredet mich kein Gottesschelten

Denn ich liebe mich!

 

Ich liebe! Und hier ist Unglückstum

Weil ich lieb bedingungslos

Es bekleckert mich nicht nur EIN Ruhm

Es lebt mein Kopf nicht nur in deinem Schoß

 

Ich hasse mich durch Sinneswelten

Und liebe mich dabei

Und weder Gottes, noch dein Schelten

Reißt rächend mich -wie du es willst- entzwei

 

Ich bin ein Ich, doch bin ich zwei

Bin drei, gar vier, und so viel mehr

Ich bin gefangen und doch frei

Ich bin kein Gestern ohne Wiederkehr

 

Ich habe dich und doch… am Ende

Kann ich mich allein nur haben

Es reinigen mich MEINE Hände

Es ist mein Volk, in DEINEN Waben

 

Reiß dich los, bevor es endet

Wenn und wie das Ich es sieht

Und sag: ich hab dein Du verschwendet

Bevor es vollends in mich flieht!


Weich?

 

Filzbezogen geht das Schuh

Das einst ein namenloses Ding

Nannte: Wir ist ich und du

Als eins mit Lieben bös anfing

 

Und wie das Schuh nach Morgen geht

Ist nichts, als weiches Möchtegern

Weil Wir doch stets nach Sänfte fleht

Doch weich ist nichts und Sänfte fern

 

Kalt und unrein wird das Wir

Wenn sichs erst stark vertieft

Es dreht sich durch, als wie ein Stier

Rottuchgleich das torrerobluten trieft

 

Alles wird und ist dann Kalt

Und alles bäumt sich gegens Ich

Links wie rechts, ist beides bald

Stur… und widerlich

 

Liebe ist kein filzner Schuh

Und nichts ist hier von Weich bezogen

Lass lieben sein und mich in Ruh

Wir hat sich durchs Selbst betrogen


Ich will doch nur Ich sein

Alles grenzt an Unbekannt

Weil Nichts hier Alles ist

Der Wahn, weil ich dir nachgerannt

Des Fühlens Schrecken ist gleich List

 

Nicht das Ich hat dich begehrt

Nicht das Du wollte das Wir

Von Grund auf war das Es verkehrt

Und wir sterben hier

 

Wo ist das Fühlen, wenn nicht weg

Wo ist das Sein in Allem

Du fühlst für mich? Nein, ich bin Dreck

Und werd durch Universen fallen

 

Die Struktur des Wirs

Kein Geist, kein Sein, kein Intellekt

Kein Ich und nur Ausreden

Kein Darf, kein Will und immer Zweck

Kein Wort, kein Satz nur beten

 

Kein Leben außerhalb des Seins

Kein ich, nur Wir und Uns und Muss

Wahrheit? Segen? Ist ist keins

Ich lebe uns bis hin zum Schluss

 

Tod ist Ich und das schon lange

Leben ist nur Süd und Nord

Ist Ich, ist Atem einer Zange

Ist Leben, ist auch Seelenmord

 

Sommerpause

Grau getüncht geht wir in(s) Wasser

Schwarz gelebt stirbt blau ein Ich

Der Schreiber wird zum Liebe- Hasser

Und spürt die tiefen Kerben nicht

 
 
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